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Woher kommt der Fasching?

Karneval ist eine sehr alte Tradition aus vorchristlicher Zeit. Sie hängt mit den Geistern der Nacht zusammen, die in Masken personifiziert werden. Das Darstellen in Masken ist eine Art der Bewältigung der negativen Mächte. Mit dem Ende des Winters werden diese Geister vertrieben, das "Austreiben des Winters", der Sieg des Frühlings. In diesem Zusammenhang sind auch die österreichischen Glöckler, Perchten, Krampusse etc. zu sehen. Karneval in diesem Sinne des "Winteraustreibens" ist insbesondere im allemanischen Karneval, en gros Stuttgart südwärts, vertreten, die Basler Fasnacht ist einer der "reinsten" Vertreter. Dieser Karneval demonstriert sich durch Umzüge mit Masken und Fratzen.

Der Vollständigkeit halber sollte erwähnt werden, dass es einen solchen Karneval auch in Frankreich gibt, z.B mit dem Verbrennen eines Geistes, eines Drachens etc. - das geschieht z.B in manchen Gegenden zu Frühlingsanfang. Das Verkleiden kommt wohl ursprünglich von dieser Tradition.

 

Fasching - die tollen Tage

Wohl aus römischer Zeit/Sitte kommen die "tollen Tage". An wenigen, bestimmten Tage im Jahr wurde gefeiert und das eheliche Treuegelübde konnte nicht geltend gemacht werden. (Vielleicht stammt das auch aus wesentlich früherer Zeit, es ist ein recht simpler Fruchtbarkeitsritus). In diesen Feiern verkleidete man sich, aber mehr im Sinne von "Verstecken - Unkenntlichmachen" als im Sinne von "einen Geist darstellen". Der österreichische Fasching kommt mehr von dieser Seite. Er präsentiert sich insbesondere durch zahlreiche Bälle, die auch der Hoftradition entsprechen. Die Verbreitung ist heute auf der Achse München - Salzburg - Wien zu finden. Hier dominieren die Bälle, mal mit, mal ohne Verkleidung. Eine Bedeutung von Karneval: Carnevalerce im italienischen bedeutet "ungestüm seine Freude ausleben"

Die tollen Tage sind aber auch die Zeit des Unsinns, der Narren. Eine Interpretation des Wortes Karneval ist carrus navalis, das Schiff auf dem Karren (die auf dem Land) im Sinne von "verkehrte Welt". Es gibt in einigen Ländern Traditionen, dass an diesem Tag ein Narr (oder ein zufällig ausgewählter) König ist. In Frankreich ist das die "Tirage du Roi", das Ziehen des Königs: derjenige, der in einem Kuchen eine 'fève' (wörtlich Bohne, eine kleine Figur) findet, ist König.

 

Fleisch ade: die Tage vor der Fastenzeit

Mit dem Aschermittwoch beginnt die christliche Fastenzeit. Dies hat heute eine rein religiöse Bedeutung, aber historisch ist es die Zeit, wo die Wintervorräte zu Ende gingen und man die Vorräte strecken musste, um bis zur ersten Ernte des Frühlings auszukommen. Von Fasten daher auch das Wort Fast-Nacht, man spricht vom Fast-Nachts-Dienstag und eigentlich nie vom Fastnachtsmontag, auf französisch "Mardi gras" - Fett-Dienstag als Übergang zur kommenden fleisch/fettlosen Zeit. Auch eine der Interpretationen von Karneval ist carne-vale, Auf-Wiedersehen-Fleisch.

 

Wann wird Fasching gefeiert?

Die Karnevalssaison beginnt offiziell am 11.11. um 11:11 Uhr. Die "tollen Tage" beginnen am Donnerstag vor Aschermittwoch und die Saison endet am Dienstag vor Aschermittwoch um Mitternacht. Ausnahme ist die Basler Fastnacht, die am Aschermittwoch um ca. 4 Uhr früh beginnt (und sicher nicht nur dort, sondern auch in anderen alemannischen Gegenden).

 

 

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Stand:  09. März 2017 11:20

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